Märchen

Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Deutschland. Ein Wintermärchen von Heinrich Heine

Im folgenden finden Sie eine Inhaltsangabe bzw. Zusammenfassung (inkl. Interpretation) zum ausgewählten Hörbuch "Deutschland. Ein Wintermärchen von Heinrich Heine" ...

weiterlesen » « zuklappen

Inhaltsangabe zu »Deutschland. Ein Wintermärchen« von Heinrich Heine

1843 reiste Heinrich Heine nach dreizehnjähriger Abwesenheit von seinem Pariser Exil nach Hamburg zu seiner Mutter. Bereits im Zug begann er mit seinem Versepos »Deutschland. Ein Wintermärchen«, in dem er in Gedichtform Kritik über die Missstände in seinem Vaterland zum Ausdruck brachte. Seine Fahrt führte ihn durch ein Land, das ihm lange Heimat war, das ihm aber letztendlich ein Bleiben nicht mehr ermöglichte. Seine Bücher waren verboten, Zukunft hatte er hier nicht mehr. Heine liebte Deutschland mit ganzer Seele.

Zusammenfassung und Interpretation

Die deutsche Sprache war das Medium, mittels dessen er sich ausdrücken und seine tiefsten Gefühle zu Papier bringen konnte. Diese Liebe kommt gleich zu Beginn des ersten Gedichtes (Caput I) zum Ausdruck, aber die politischen Zustände im Land hatten sich nicht geändert. Die starre Haltung einer unflexiblen Obrigkeit und der soziale Mief, der noch immer überall herrschte, erstickten alle freiheitlichen Bewegungen. Diese Zusammenfassung beschreibt also den Hintergrund, der den oft sarkastischen Ton erklärt, den Heinrich Heine in dem Versepos »Deutschland. Ein Wintermärchen«, anschlägt. Ein Ton, der schärfer ist, als er es eigentlich wollte, wie er selbst dazu schrieb.

Motive des Dichters Heinrich Heine

Heinrich Heine unternahm seine Reise im November, im Spätherbst. Wie mag dem Rückkehrenden sein Land erschienen sein - kalt, abweisend, ungastlich - ein Land, das sich nicht nur aufgrund der Jahreszeit im Winterschlaf befand. An dieser Stelle lässt sich sagen, dass sich in Heines Versen zu »Deutschland. Ein Wintermärchen« Romantik und Satire vereint. Heine in persona war die Zusammenfassung eines Romantikers, Satirikers und Analytikers gleichermaßen. Er durchschaute sie alle, diejenigen, die da oben am Lenkrad saßen, genauso wie die, die sich lenken ließen. Meisterhaft verarbeitete er seine Eindrücke in Worte, lässt den Leser Anteil nehmen und nimmt ihn noch heute mit in seine Welt, die sich seitdem eigentlich gar nicht so sehr verändert hat.

Abschließende Hinweise

Diese Zusammenfassung beschreibt jedoch nur einen Teil dessen, was Heines Versepos- »Deutschland. Ein Wintermärchen« - ausmacht. Neben aller Kritik und Unmut, die in seinen Versen zum Ausdruck kommt, spürt man die verzweifelte Liebe, die er für dieses Land empfindet. Wird diese Zusammenfassung Heinrich Heine gerecht? Heine, der sich aller Mittel der Poesie bedient, die wir aus der Romantik kennen, leitet in Deutschland. Ein Wintermärchen auch schon das Ende dieser Epoche ein. Die Einsicht, dass Veränderung nur möglich ist, wenn man missliche Zustände erkennt und benennt hat Heine in seinem Versepos bereits umgesetzt.

Biographie vom Autor Heinrich Heine

Heinrich Heine (geboren als Harry Heine, 13. Dezember 1797 in Düsseldorf; gestorben am 17. Februar 1856 in Paris) war ein deutscher Dichter und Journalist. Er gilt bis heute als einer der bedeutendsten Vertreter seiner Zunft. Inhaltlich umspannen seine Werke eine große Bandbreite, sodass Heinrich Heine verschiedenen literarischen Strömungen zugerechnet wird. Neben der Romantik finden Elemente aus den Epochen Aufklärung, Realismus, Symbolimus und Weimarer Klassik Verwendung. Seine literarischen Schriften zeichnen sich durch besondere Eleganz und eine auffallend lyrische Sprache aus. Als Journalist hingegen war Heinrich Heine ein gefürchteter Kritiker, dessen Artikel oftmals polemisch und satirisch ausfielen. Zu seinen bekanntesten Gedichten zählen die Werke "Nachtgedanken", "Atta Troll. Ein Sommernachtstraum", "Romanzero" und "Der Doktor Faust. Ein Tanzpoem".