Prosa

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Prosa von Arthur Schnitzler

Im folgenden finden Sie eine Inhaltsangabe bzw. Zusammenfassung (inkl. Interpretation) zum ausgewählten Hörbuch "Prosa von Arthur Schnitzler" ...

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Inhaltsangabe zu »Der Andere« von Arthur Schnitzler

Die Erzählung »Der Andere« von Arthur Schnitzler erschien 1889 und ist ein sehr frühes Werk des Autors. Wie in allen Erzählungen, Romanen und Stücken Schnitzlers begeistert auch in der Geschichte "Der Andere" die lyrische Sprache und die große psychologische Tiefe. Arthur Schnitzler war ein Meister der Schilderung von Seelenzuständen. Wie die folgende Zusammenfassung zeigen wird, gehört Action oder äußere Spannung nicht zur Geschichte, es geht Schnitzler wie fast in allen seinen Werken in erster Linie um den inneren Monolog.

Zusammenfassung der Erzählung »Der Andere«

Am Beginn der Zusammenfassung muss logischerweise der Untertitel der Erzählung "Der Andere" stehen. Er lautet "Aus dem Tagebuch eines Hinterbliebenen" Der Ich-Erzähler leidet unter dem Tod seiner geliebten Frau und hat durch ihn jeden Lebensmut verloren. Täglich wandert er zum Friedhof und betrachtet die Leute, die die Gräber ihrer Verstorbenen besuchen. Er ist neidisch auf jene, denen diese Besuche Trost geben. Ihm helfen sie nicht. Ein blonder junger Mann fällt ihm in der Nähe des Grabes seiner Frau auf. Er glaubt ihn von irgend woher zu kennen und auch die Blicke des Fremden ruhen voll Mitleid auf ihm. An diesem Punkt der Zusammenfassung ahnt der Leser, dass die dumpfe Trauer des Protagonisten jetzt erschüttert werden wird.

Weitere Zusammenfassung von »Der Andere«

Eines frühen Morgens ist der Erzähler wieder auf dem Friedhof und sieht plötzlich den fremden jungen Mann am Grabe seiner Ehefrau knien. Tausend Gedanken gleichzeitig rasen durch seinen Kopf. Wer ist der Fremde, was hatte seine Frau mit ihm zu schaffen. Der Erzähler wird es nie erfahren. Als er die Gelegenheit hat, Fragen zu stellen, da kann er es nicht. Und später macht ihn sein Nichtwissen schier wahnsinnig. Er wird nie wissen, wer "Der Andere" ist. Arthur Schnitzler lässt seinen Erzähler sagen: "Ich bin ein Verbannter auf ewige Zeit, denn das Grab kennt keine Antwort".

Abschließende Hinweise zur Zusammenfassung

Arthur Schnitzler war Anfang des 20.Jahrhunderts vielleicht der meistgespielte Dramatiker auf deutschsprachigen Bühnen. Die Zusammenfassung seiner Werke zeigt neben dem dem schriftstellerischen Können auch profunde Kenntnis darüber, wie ganz durchschnittliche Menschen in extremen Lebenslagen reagieren. Der große Psychoanalytiker Sigmund Freund schätzte und bewunderte Arthur Schnitzler dafür sehr.

Biographie vom Autor Arthur Schnitzler

Der österreichischer Erzähler und Dramatiker Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 in Wien geboren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts Wurden seine Werke ununterbrochen auf deutschen Bühnen gespielt. Nach der Veröffentlichung von Leutnant Gustl, in dem Schnitzler das österreichische Militär verbal angreift, wurde ihm 1901 der Offiziersrang aberkannt. Wegen Erregung öffentlichen Ärgernissen wurde ihm mit der Veröffentlichung von "Reigen" der Prozess gemacht. Seit seinem 17 Lebensjahr führte er Tagebuch, welches bis im Jahr 2000 in zehn Bänden veröffentlicht wurde. Arthur Schnitzler, der bedeutende Vertreter der Wiener Moderne, verstarb am 21. Oktober 1931.