Prosa

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Prosa von Friedrich Hebbel

Im folgenden finden Sie eine Inhaltsangabe bzw. Zusammenfassung (inkl. Interpretation) zum ausgewählten Hörbuch "Prosa von Friedrich Hebbel" ...

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Inhaltsangabe zu »Die Kuh« von Christian Friedrich Hebbel

Die Novelle (auch kurze Erzählung oder Kurzgeschichte) »Die Kuh« von Christian Friedrich Hebbel erscheint am 27. Januar 1849 in der Zeitung »Die Presse« in Wien. Bereits 1843 notiert der Autor in seinem Tagebuch »eine Geschichte aus den Zeitungen (...)«, die er sechs Jahre später in dieser Novelle verarbeitet. Wie Andrea Stumpf in ihren Untersuchungen 1997 ausführt, hält sich Hebbel weitgehend an die im Zeitungsartikel geschilderte Handlung. Lediglich das Ende führt er dramatischer aus.

Zusammenfassung des Inhalts

Bauer Andreas zählt seine Geldscheine in der ärmlichen Wohnstube. Sein kleiner Sohn schaut ihm dabei zu. Mit dem Betrag will Andreas eine Kuh anschaffen. Sie soll gleich eintreffen. Da seine Pfeife noch nicht brennt, verlässt er für einen kurzen Augenblick den Tisch. Er entzündet ein Stück altes Zeitungspapier, brennt damit seine Pfeife an und lässt das noch brennende Papier fallen. Kurz sieht er zur Tür hinaus. Als er sich wieder umdreht, sieht er, wie sein Sohn gerade den letzten Geldschein über dem flammenden Stück Papier verbrennt. Vor Wut wirft er das Kind an die Wand, es ist tot.

Weitere Zusammenfassung von »Die Kuh«

Die Kuh bereits hörend, erhängt sich Andreas in Panik auf dem Dachboden. Seine Frau, der Knecht und die Kuh kommen nach Hause, der Knecht sucht den Bauern. Als Knecht und Frau das tote Kind entdecken, wird sie bewusstlos. Der Knecht findet den toten Bauern, dabei fällt ihm sein Kerzenlicht ins Stroh und das ganze Haus brennt ab. Gegen Ende von "Die Kuh" wird der Leser nicht von Friedrich Hebbel erlöst. Wie im Roman kann auch diese Zusammenfassung den Leser nicht versöhnen: Der Autor lässt auch Frau und die Kuh noch sterben.

Zusammenfassung und Interpretation

Aus der Zusammenfassung ging bereits hervor, dass Friedrich Hebbel hier die sinnlose Zerstörung konsequent zu Ende führt. Weder seine Protagonisten noch die Leserin lässt er innehalten. Wie in der Zusammenfassung ersichtlich, geht es Hebbel außerdem um das übergeordnete Motiv der Geschichte des Gelderwerbs, wie Stumpf zu bedenken gibt. Neben der Zusammenfassung sind die Kritiken von Hebbels Novelle interessant: Einer Kritik an der fehlenden Daseinserfüllung steht die Position gegenüber, dass Hebbel sich gegen die Verklärung des Bauernlebens wendet.

Biographie vom Autor Friedrich Hebbel

Friedrich Hebbel (geboren am 18. März 1813 in Wesselburen, Dithmarschen; gestorben am 13. Dezember 1863 in Wien) war ein bedeutender deutscher Lyriker und Dramatiker. Schon als junger Mann schrieb er leidenschaftlich gern Gedichte, die er unter anderem in verschiedenen Zeitschriften veröffentlichte. Jahrelang reiste Friedrich Hebbel durch Europa, um seine literarischen Werke zu schreiben. Während seines Aufenthalts in Wien in der Mitte des 19. Jahrhunderts verfasste er Tragödien wie "Herodes und Marianne" und "Gyges und sein Ring", die ihn bekannt machten. Als sein bedeutendstes Werk gilt das Drama "Maria Magdalena", denn es ist das letzte deutsche bürgerliche Trauerspiel, das entstand.