Prosa

Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Wertung:
Prosa von Heinrich von Kleist

Im folgenden finden Sie eine Inhaltsangabe bzw. Zusammenfassung (inkl. Interpretation) zum ausgewählten Hörbuch "Prosa von Heinrich von Kleist" ...

weiterlesen » « zuklappen

Inhaltsangabe bekannter Werke von Heinrich von Kleist

»Der Findling«

Zusammenfassung des Inhalts

Die Novelle »Der Findling« von Heinrich von Kleist ist 1811 erschienen. Sie handelt von einem italienischen Immobilienhändler, Antonio Piachi, der seinen Sohn Paolo auf einer Geschäftsreise durch die Pest verliert. Mit einem Adoptivsohn, Nicolo, kehrt Antonio schließlich nach Hause zu seiner Frau Elvire zurück. Nicolo verursacht jedoch zunehmend Probleme und versucht schließlich, seine Adoptivmutter Elvire sexuell zu nötigen. Diese stirbt wenig später und Antonio, der Nicolo dafür verantwortlich macht, tötet seinen Adoptivsohn und wird dafür hingerichtet.

Intertextuelle Bezüge von »Der Findling«

Heinrich von Kleist spielt in seinem Werk »Der Findling« auf einige frühere Texte an. Immer wieder finden sich Anspielungen auf Boccaccios "Decamerone", das bis heute als Prototyp der Gattung Novelle gilt. Die Dreiecksgeschichte zwischen Antioni, Elvire und Nicolo, wie in der Zusammenfassung dargestellt, ist ebenfalls eine beliebte Thematik in der Literatur. Augenscheinlich kann man die Ödipus-Thematik zwischen Nicolo und Elvire erkennen.

Weiteres zur Zusammenfassung von »Der Findling«

Die Zusammenfassung kann jedoch nicht pauschal die Frage beantworten, ob Nicolo, würde die Geschichte anders verlaufen, eine eigene Identität entwickeln könnte, oder ob er in seiner Stellvertreterrolle gefangen bleiben würde.

»Das Erdbeben in Chili«

Zusammenfassung des Inhalts

Heinrich von Kleist veröffentlicht seine Novelle »Das Erdbeben in Chili« erstmals im Jahr 1806. Nach einem verheerenden Erdbeben in St. Jago, der Hauptstadt Chilis, treffen sich Jeronimo Rugera und Donna Josephe in einem Tal wieder. Die Geliebten sollten eigentlich aufgrund ihres Verhätnisses zueinander hingerichtet werden. Während eines Gottesdienstes kommt es zum Aufruhr, da die Bürger der Stadt das Liebespaar für die Katastrophe verantwortlich machen. Dabei sterben sowohl Jeronimo als auch Josephe, sowie Juan, der Sohn der angesehenen Don Fernando und Donna Elvire. Diese adoptieren den verwaisten Philipp, der als Sohn der beiden Liebenden überlebte.

Historische Analogie von »Das Erdbeben in Chili«

Heinrich von Kleist schafft in seiner Novelle »Das Erdbeben in Chili« bewusst eine historische Analogie zur Französischen Revolution. Wie in der Zusammenfassung angerissen, ist die Handlung in drei Teile gegliedert: Der Umsturz der Verhältnisse durch das Erdbeben, die utopische Illusion der Bürger und daran anschließend die Enttäuschung und aufkommende Gewalt.

Weiteres zur Zusammenfassung von »Das Erdbeben in Chili«

Ebenso wie Rosseau das Menschenbild sieht, weist Heinrich von Kleist im "Erdbeben in Chili" den Menschen im Naturzustand das Prädikat 'gut' zu, während die Menschen durch die Gesellschaft den Endzustand 'schlecht' erreichen.

»Das Bettelweib von Locarno«

Zusammenfassung des Inhalts

Die Novelle »Das Bettelweib von Locarno« wurde von Heinrich von Kleist im Jahr 1810 veröffentlicht und handelt von einem Marquis, der in seiner Blütezeit eine alte gebrechliche Frau rücksichtslos und arrogant behandelt und somit ihren Tod verschuldet. Nach Jahren sucht der Geist der Frau den in finanzielle Not geratenen Marquis heim und treibt ihn in den Tod.

Weiteres zur Zusammenfassung von »Das Bettelweib von Locarno«

Heinrich von Kleist kritisiert im »Das Bettelweib von Locarno« die Verhältnisse der damaligen Zeit. Wie in der Zusammenfassung beschrieben stellt sich der Adel über die hilfsbedürftigen Menschen, was sich jedoch jederzeit rächen kann, frei nach der Weisheit "Man sieht sich immer zwei mal im Leben". "Das Bettelweib von Locarno" hat also auch eine moralische Note.

»Mutterliebe«

Zusammenfassung des Inhalts

Heinrich von Kleists Anekdote »Mutterliebe« aus dem Jahr 1811 erzählt von einer Mutter, die den tollwütigen Hund, der ihre Kinder getötet hat mit bloßen Händen erwürgt und später an ihren Verletzungen stirbt.

Aufbau von »Mutterliebe«

Wie in der Zusammenfassung erwähnt, beschreibt Heinrich von Kleist vor allem der Kampf der Mutter gegen den tollwütigen Hund. Die äußeren, beschreibenden Merkmale überwiegen dabei. Spannung wird erzeugt, die Anekdote »Mutterliebe« ist von Anfang bis Ende in sich geschlossen.

Motive Heinrich von Kleist

Heinrich von Kleist bedient sich in »Mutterliebe« typischer literarischer und gesellschaftlicher Motive. Der tollwütige Hund verkörpert das abgrundtief Böse, während die Mutter aus Liebe zu ihren Kindern handelt und sich selbst in größte Gefahr begibt, um aus Rache das Böse zu vernichten.

Biographie vom Autor Heinrich von Kleist

Heinrich von Kleist, 1777 geboren und 1811 verstorben, war ein deutscher Dramatiker und Lyriker. Literarisch war er, als eine Art Außenseiter seiner Zeit, weder der Weimarer Klassik, noch der Romantik zuzuordnen. Geprägt ist sein gesamtes Schaffen vom ruhe- und erfolglosem Streben nach Glück, was für Heinrich von Kleist privat von großer Bedeutung war. Seine bekanntesten Werke sind das Lustspiel "Der zerbrochene Krug", sowie die Novelle "Michael Kohlhaas". Nachhaltig beeindruckten Kleists Werke zum Einen durch extreme Dynamik und dramatische Spannungsbögen, zum Anderen durch krasse und maßlose Metaphorik. Dies bildete einen deutlichen Gegensatz zu den geordneten literarischen Konventionen zu Lebzeiten des Schriftstellers.

Hören Sie kostenlose Hörbücher und gratis Hörspiele ...


kostenlose Hörbücher | Kinder | Märchen | Abenteuer | Antike | Thriller | Horror | Drama | Romantik | Weltklassiker | Romane | Prosa | Krimi | Grusel | Science Fiction | Fantasy | Philosophie | Buddhismus | Psychologie | mehr ...